Ihr unverzichtbarer Führer für Schloss Schönbrunn: Tickets, Transport, Attraktionen und praktische Tipps.
Schönbrunn ist kein einzelnes Gebäude, sondern eine weitläufige kaiserliche Anlage, die sich 1,7 km von den eisernen Toren an der Schloßstraße bis zur Spitze des Gloriette-Hügels erstreckt. Es gibt das Schloss selbst (Imperial Tour oder Grand Tour), das formale Große Parterre, das 1705 von Jean Trehet für Kaiser Joseph I. angelegt und unter Maria Theresia umgestaltet wurde, den Neptunbrunnen am Fuße des Hangs, den Gloriette-Pavillon, der den Bergrücken krönt (1775), das Palmenhaus (1882), den Tiergarten Schönbrunn (1752, der älteste Zoo der Welt), den Irrgarten und das Labyrinth, die Orangerie und das Wagenburg Museum. Bei einem ersten Besuch kann es überwältigend wirken — dieser Führer begleitet Sie hindurch. Kombinieren Sie dies mit unseren Seiten zu den Öffnungszeiten und der besten Besuchszeit.
Der Prunkraumboden des Schlosses ist so angelegt, wie Kaiserin Maria Theresia ihn 1763 verlassen hat. Die Imperial Tour umfasst 22 Räume — das Spiegelsaal, wo Mozart 1762 spielte, Franz Josephs spartanisches Arbeits- und Schlafzimmer, Kaiserin Elisabeths Salon, den Zeremoniensaal. Die Grand Tour fügt die Große Galerie hinzu, das Vieux-Laque-Zimmer in schwarzem Lack, das Millionenzimmer aus Porzellan mit seinen seltenen indo-persischen Miniaturen, das Napoleon-Zimmer, die chinesischen Kabinette. Audioguide in 21 Sprachen inklusive. Planen Sie 60–90 Minuten für die Imperial Tour, 90–120 Minuten für die Grand Tour ein.
Das Große Parterre erstreckt sich hinter dem Schloss — 200 Meter formale Rasenfläche, flankiert von 32 mythologischen Statuen. An dessen Kopfende rahmt der Neptunbrunnen (1781) den Blick zurück zum Schloss ein. Dahinter führt ein steiler Weg zur Gloriette hinauf, einem marmornen Triumphpavillon, der 1775 als Denkmal für den habsburgischen Militärruhm erbaut wurde; seine Terrasse bietet den besten Weitblick über Wien. Der Aufstieg dauert 15–20 Minuten; die Seitenwege sind sanfter. Die Gärten sind kostenlos und von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.
Der Tiergarten Schönbrunn — 1752 von Kaiser Franz I. gegründet, der älteste Zoo der Welt — befindet sich auf der Westseite des Parks. Das Palmenhaus (1882) ist ein riesiges dreiteiliges Gewächshaus aus Schmiedeeisen und Glas. Der Irrgarten und das Labyrinth, der Kronprinzengarten, die Römische Ruine (1778), die Orangerie (noch immer für die Schönbrunner Schlosskonzerte genutzt) und das Wagenburg Museum in der ehemaligen Winterreitschule sind alle separat zu ticketieren oder im Classic Pass gebündelt.
Die Adresse des Schlosses lautet Schönbrunner Schloßstraße 47, 1130 Wien, im Bezirk Hietzing, etwa 5 km südwestlich des historischen Zentrums. Die Anreise ist unkompliziert und es gibt drei gute Optionen:
Die U-Bahn-Linie U4 vom Karlsplatz, Schwedenplatz oder Schottenring fährt alle 3–5 Minuten in Richtung Hütteldorf. Steigen Sie bei Schönbrunn für das Hauptschlosstor an der Schloßstraße aus (der Ehrenhof ist 4 Gehminuten durch die eisernen Tore entfernt) oder eine Haltestelle weiter bei Hietzing für die Gärten, das Palmenhaus und den Zoo. Ein Einzelticket für die Wiener Linien kostet 2,40 €; der 24-Stunden-Pass kostet 8 €.
Die Straßenbahnlinie 60 fährt entlang der Hietzinger Hauptstraße an der Südseite des Parks — praktisch, wenn Sie Schönbrunn mit dem Hietzinger Friedhof oder den westlichen Vorstädten kombinieren. Die Busse 10A und 51A halten ebenfalls in der Nähe der Gärten.
Zu Fuß oder mit dem Fahrrad entlang des Wienflusses vom Karlsplatz — etwa 45 Gehminuten, 15 Minuten Radfahren auf dem Flussradweg. An der U-Bahn-Station Schönbrunn gibt es eine Citybike-Station.
Sobald Sie am Schloss ankommen, gehen Sie durch die eisernen Tore in den Ehrenhof, begeben Sie sich zur Blauen Stiege auf der rechten Seite, zeigen Sie Ihr mobiles Ticket am Drehkreuz vor und holen Sie Ihren Audioguide ab. Obligatorische Garderobe für Rucksäcke, Mäntel und Taschen, die größer als 30×20 cm sind. Die Prunkräume befinden sich im Obergeschoss — beginnen Sie mit dem Spiegelsaal und folgen Sie dem Einbahnweg.
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